Valheim-Server selbst hosten (und wann sich ein gemieteter lohnt)
Stand: 28. September 2026 · Anleitung · VPS · Gameserver
Ein dedizierter Valheim-Server ist ein eigenes Programm, getrennt vom Spiel. Es läuft unter Linux ohne Grafik, wird über SteamCMD installiert und braucht kein Steam-Konto mit dem Spiel darauf — der Download geht anonym. Die Welt liegt dann auf dem Server statt auf dem Rechner eines Mitspielers.
Installieren mit SteamCMD
SteamCMD ist das Kommandozeilen-Werkzeug von Valve. Unter Debian liegt es im Bereich non-free; danach lädt ein einziger Befehl den Server in ein eigenes Verzeichnis. Die App-ID des dedizierten Servers ist 896660:
steamcmd +force_install_dir ~/valheim +login anonymous +app_update 896660 validate +quit
Starten: alles über Startparameter
Valheim hat keine Konfigurationsdatei für den Server. Name, Welt, Passwort und Sichtbarkeit kommen als Parameter mit. Genau so starten auch unsere Server:
cd ~/valheim export LD_LIBRARY_PATH=./linux64:$LD_LIBRARY_PATH ./valheim_server.x86_64 -nographics -batchmode \ -name "Unser Server" -port 2456 -world "Dedicated" \ -password "geheim123" -public 1
Das Passwort muss mindestens fünf Zeichen haben und darf den Servernamen nicht enthalten, sonst startet der Server nicht. Das ist der häufigste Fehler beim ersten Start, und die Meldung dazu geht im Log leicht unter.
Ports: zwei, beide UDP
Valheim nutzt den angegebenen Port und den direkt darüber, beide über UDP. Wer nur 2456 freigibt, findet den Server im Serverbrowser nicht zuverlässig.
sudo ufw allow 2456:2457/udp
Mitspieler verbinden sich im Spiel über „IP beitreten“ mit Adresse und Port. Mit -crossplay laufen Verbindungen zusätzlich über einen Vermittlungsdienst, dann können auch Spieler aus dem Xbox- und Microsoft-Store beitreten.
Sicherungen: Valheim macht sie selbst
Der Server speichert die Welt regelmäßig und hält selbst ein paar ältere Stände vor. Abstand und Anzahl steuern die Parameter -saveinterval, -backups, -backupshort und -backuplong (Sekunden bzw. Anzahl). Die Welt liegt unter ~/.config/unity3d/IronGate/Valheim/worlds_local als .db- und .fwl-Datei. Eine Sicherung, die nur auf derselben Platte liegt, ist allerdings keine — mindestens eine Kopie gehört woandershin.
Mods: auf beiden Seiten oder gar nicht
Die meisten Valheim-Mods laufen über BepInEx und müssen auf Server und Client in derselben Version liegen. Eine Mod nur auf dem Server führt beim Verbinden zu Fehlern statt zu neuen Inhalten. Nach jedem Spiel-Update sind Mods die erste Stelle, an der es bricht.
Updates und Dauerbetrieb
Nach einem Spiel-Update muss der Server dieselbe Version haben wie die Clients. Am einfachsten ist, den SteamCMD-Befehl von oben vor jedem Start laufen zu lassen, etwa in einem systemd-Dienst mit ExecStartPre. So startet der Server nach einem Absturz oder Neustart der Maschine auch von selbst wieder.
Selbst hosten oder mieten: die ehrliche Abwägung
Selbst hosten lohnt sich, wenn du ohnehin einen Server betreibst und die Updates im Blick behältst. Valheim ist dabei genügsamer als viele andere Survival-Spiele.
Bei einem gemieteten Valheim-Server bei uns stellst du Name, Passwort, Welt, Sichtbarkeit, Crossplay, Weltmodus und die Valheim-eigenen Sicherungen im Kontrollpult ein statt in Startparametern. Beim Start prüft der Server selbst auf Updates. Dazu kommen bis zu sieben Server-Backups, die du herunterladen kannst. Der Unterschied ist nicht Leistung, sondern wer sich kümmert, wenn nach einem Update niemand mehr drauf kommt.
- Valheim Server mietenEinstellungen und Sicherungen im Kontrollpult
- Alle Valheim-Einstellungen im PultErzeugt aus dem Quelltext des Kontrollpults
- Lieber selbst hosten: VPS-TarifeVoller Root-Zugriff, du machst alles selbst
- Vorher: VPS absichernSSH-Key und Firewall einrichten