SCP: Secret Laboratory-Server selbst hosten (und wann sich ein gemieteter lohnt)
Stand: 28. September 2026 · Anleitung · VPS · Gameserver
SCP: Secret Laboratory ist kostenlos, der dedizierte Server auch. Er läuft unter Linux, wird über SteamCMD geladen und über LocalAdmin gestartet, das Verwaltungsprogramm, das Northwood Studios mitliefert.
Installieren mit SteamCMD
steamcmd +force_install_dir ~/scpsl +login anonymous +app_update 996560 validate +quit
Starten mit LocalAdmin
LocalAdmin bekommt den Port als Argument. Beim allerersten Start fragt es, ob du die Nutzungsbedingungen akzeptierst, und legt dann die Konfiguration an. In einer tmux- oder screen-Sitzung starten, damit der Server eine getrennte SSH-Verbindung übersteht:
tmux new -s scpsl cd ~/scpsl && ./LocalAdmin 7777
Die Konfiguration liegt danach unter ~/.config/SCP Secret Laboratory/config/7777/ — je Port ein eigener Ordner. Wer den Port wechselt, fängt deshalb mit einer frischen Konfiguration an und wundert sich, wo die alten Einstellungen hin sind. Die wichtigsten Dateien sind config_gameplay.txt (Rundenablauf, Rollen, Respawn) und config_remoteadmin.txt (Admin-Rollen und -Rechte).
Port freigeben
sudo ufw allow 7777/udp
Spieler verbinden sich über die Direktverbindung im Serverbrowser mit Adresse und Port.
In die öffentliche Liste: Verifizierung
Ein neuer Server taucht nicht automatisch in der öffentlichen Serverliste auf. Dafür verifiziert Northwood Studios ihn; wie das beantragt wird, steht in Northwoods eigener Anleitung zur Server-Verifizierung. Für eine feste Gruppe ist das egal, die Direktverbindung geht immer. Wer fremde Spieler anziehen will, sollte die Verifizierung früh anstoßen, denn sie ist ein Schritt mit Wartezeit, keiner auf Knopfdruck.
Admins und Plugins
Admin-Rechte vergibst du in config_remoteadmin.txt: Rollen mit Rechten anlegen, dann Steam-IDs den Rollen zuordnen. Plugin-Rahmenwerke aus der Szene laufen auf dem dedizierten Server, müssen nach großen Spiel-Updates aber meist selbst aktualisiert werden, bevor der Server wieder startet.
Updates
Nach einem Spiel-Update lehnt der Server Clients mit anderer Version ab. Den SteamCMD-Befehl vor jedem Start laufen lassen, etwa als ExecStartPre in einem systemd-Dienst, hält ihn aktuell.
Selbst hosten oder mieten: die ehrliche Abwägung
Selbst hosten lohnt sich, wenn du einen Server ohnehin betreibst und die Konfigurationsdateien nicht scheust. Die Verifizierung ist in beiden Fällen deine Sache — sie hängt am Betreiber, nicht am Hoster.
Bei einem gemieteten SCP:SL-Server bei uns liegen die Einstellungen aus config_gameplay.txt und config_remoteadmin.txt als Felder im Kontrollpult, dazu Remote-Admin-Verwaltung und Whitelist. Beim Start prüft der Server selbst auf Updates, und bis zu sieben Backups legst du per Klick oder als Zeitplan an. Der Unterschied ist nicht Leistung, sondern wer die Dateien pflegt.
- SCP: Secret Laboratory Server mietenRemote-Admin und Whitelist im Kontrollpult
- Alle SCP:SL-Einstellungen im PultErzeugt aus dem Quelltext des Kontrollpults
- Lieber selbst hosten: VPS-TarifeVoller Root-Zugriff, du machst alles selbst
- Vorher: VPS absichernSSH-Key und Firewall einrichten