Palworld-Server selbst hosten (und wann sich ein gemieteter lohnt)
Stand: 28. September 2026 · Anleitung · VPS · Gameserver
Den dedizierten Palworld-Server gibt es kostenlos über SteamCMD, ohne dass das Steam-Konto das Spiel besitzen muss. Er läuft unter Linux ohne Grafik. Anspruchsvoll ist nicht die Installation, sondern der Betrieb über Wochen.
Installieren mit SteamCMD
steamcmd +force_install_dir ~/palworld +login anonymous +app_update 2394010 validate +quit
Gestartet wird über PalServer.sh im Installationsordner. Port, Servername und Spielerzahl lassen sich direkt mitgeben:
cd ~/palworld ./PalServer.sh -port=8211 -players=16 -servername="Unser Server"
Port freigeben
Palworld verbindet über UDP, Standardport 8211. Nur wenn du RCON nutzt, kommt dessen TCP-Port dazu (in unserer Konfiguration 25575) — den aber nie offen ins Internet stellen, sondern nur lokal oder per SSH-Tunnel ansprechen.
sudo ufw allow 8211/udp
Mitspieler verbinden sich über „Mehrspielerspiel beitreten“ und tragen unten Adresse und Port ein.
Die Einstellungsdatei, die still kaputtgeht
Die Einstellungen liegen in Pal/Saved/Config/LinuxServer/PalWorldSettings.ini. Beim ersten Start ist sie leer; die Vorlage DefaultPalWorldSettings.ini im Installationsordner kopierst du dorthin und passt sie an. Die Tücke: alle Optionen stehen in einer einzigen Zeile, getrennt durch Kommas, in Klammern. Ein fehlendes Komma oder Anführungszeichen, und der Server ignoriert die ganze Zeile und startet mit Standardwerten — ohne Fehlermeldung. Wer sich wundert, dass die Erfahrungsrate nicht greift, sollte zuerst hier suchen.
Die Datei deshalb nur bei gestopptem Server ändern und nach dem nächsten Start im Spiel prüfen, ob die Werte angekommen sind.
Arbeitsspeicher: wächst mit der Spielzeit
Palworld hält gefangene Pals, Basen und Bauten der ganzen Welt im Speicher, nicht nur das, was gerade jemand sieht. Ein Server, der am ersten Abend flüssig lief, kann Wochen später an derselben Stelle stocken, weil inzwischen jede Spielerin eine ausgebaute Basis betreibt. Plane den Speicher deshalb nach Spielzeit und Basenzahl, nicht nach Köpfen, und beobachte ihn in den ersten Wochen.
Updates und Sicherungen
Nach einem Spiel-Update müssen Server und Clients gleich sein. Den SteamCMD-Befehl vor jedem Start laufen zu lassen, etwa per ExecStartPre in einem systemd-Dienst, erledigt das. Der Spielstand liegt unter Pal/Saved/SaveGames. Kopiere ihn regelmäßig an einen anderen Ort, vor allem vor jedem Update.
Selbst hosten oder mieten: die ehrliche Abwägung
Selbst hosten lohnt sich, wenn du einen Server mit viel Arbeitsspeicher ohnehin hast und die Einstellungsdatei nicht scheust.
Bei einem gemieteten Palworld-Server bei uns liegt jede Option der PalWorldSettings.ini als eigenes Feld im Kontrollpult und wird beim Speichern korrekt zurückgeschrieben — das fehlende Komma gibt es dort nicht. Beim Start prüft der Server selbst auf Updates, und bis zu sieben Backups legst du per Klick oder als Zeitplan an. Der Unterschied ist nicht Leistung, sondern wer die Datei und die Updates im Griff behält.
- Palworld Server mietenAlle Einstellungen als Felder im Kontrollpult
- Alle Palworld-Einstellungen im PultErzeugt aus dem Quelltext des Kontrollpults
- Lieber selbst hosten: VPS-TarifeVoller Root-Zugriff, du machst alles selbst
- Vorher: VPS absichernSSH-Key und Firewall einrichten