Minecraft: Version, Build und Jar-Datei im Kontrollpult
Stand: 17. Oktober 2026 · Anleitung · Minecraft · Gameserver
Im Kontrollpult stehen unter „Einstellungen“ die Startwerte deines Minecraft-Servers. Welche Felder dort auftauchen, hängt von der Server-Software ab: Paper zeigt andere als Forge oder Fabric. Alle Werte unten haben wir am 17.10.2026 direkt aus unserem Panel gelesen, zusammen mit den Installationsskripten, die sie auswerten. In Klammern steht jeweils der technische Name des Feldes.
Erst speichern, dann neu installieren
Version und Build liest nur die Installation, nicht der Serverstart. Wer nur speichert und neu startet, spielt weiter mit der alten Version. Der Ablauf ist deshalb: Wert speichern, im Reiter „Sicherungen“ eine Sicherung anlegen, unter „Verwaltung“ auf „Neu installieren“ und danach Start drücken. Die Installation lädt die Server-Datei neu herunter; Paper, Purpur und Folia legen die alte vorher als server.jar.old daneben. Oben in der Konsole steht anschließend, welche Version und welcher Build tatsächlich geladen wurden.
Bequemer ist der Reiter „Software“: Dort wählst du Software und Version in einem Schritt, und das Kontrollpult stellt die passende Java-Version gleich mit ein. Der Wechsel löscht allerdings die Welt, weil Welten verschiedener Server-Software selten zueinander passen. Für ein Update derselben Software auf eine neuere Version sind Einstellungen plus Neuinstallation der richtige Weg.
Vanilla
Minecraft-Version (VANILLA_VERSION): „latest“ für die neueste Vollversion, „snapshot“ für den neuesten Snapshot oder eine genaue Version wie 1.21.4 oder 26.3, 3 bis 15 Zeichen. Die Liste kommt direkt von Mojang. Gibt es die Version dort nicht, findet die Installation keine Download-Adresse und lädt keine neue Server-Datei, meldet am Ende aber trotzdem „Install Complete“. Prüfe deshalb die Schreibweise vorher und die Versionsangabe beim ersten Start. Dazu kommt das Feld für den Dateinamen, siehe unten.
Paper, Purpur und Folia
Minecraft-Version (MINECRAFT_VERSION): „latest“ oder eine genaue Version, höchstens 20 Zeichen. Build-Nummer (BUILD_NUMBER): „latest“ oder eine Build-Nummer, die zu genau dieser Version gehört; bei Paper steht sie auf der Download-Seite von PaperMC.
Vorsicht bei Tippfehlern: Eine unbekannte Version ersetzt das Installationsskript ohne Rückfrage durch die neueste, einen unbekannten Build durch den neuesten dieser Version. Aus einem Vertipper bei 1.20.4 wird so ein Update auf die aktuelle Version, und das lässt sich nicht einfach zurückdrehen (siehe Downgrade unten). Gib die Version deshalb immer vollständig an und prüfe nach der Installation die Zeile „MC Version“ in der Konsole.
Folia lässt sich bei uns mit Stand 17.10.2026 nicht installieren: Das Installationsskript fragt eine Download-Schnittstelle von PaperMC ab, die abgeschaltet ist. Bis wir das Skript umgestellt haben, ist Paper die Wahl.
CanvasMC
Minecraft-Version (MC_VERSION): „latest“ oder eine Version, für die es CanvasMC gibt, zum Beispiel 1.21.4, höchstens 15 Zeichen. CanvasMC-Build (CANVAS_BUILD): „latest“ oder eine Build-Nummer aus jenkins.canvasmc.io, höchstens 10 Zeichen. Findet die Installation Version oder Build nicht, bricht sie mit einer Meldung ab, die mit [CanvasMC] beginnt. Die Server-Datei heißt hier immer server.jar, ein Feld dafür gibt es nicht.
Forge
Minecraft-Version (MC_VERSION): „latest“ oder eine genaue Version wie 1.20.1, höchstens 9 Zeichen. Forge-Kanal (BUILD_TYPE): nur „recommended“ (empfohlen, in der Regel stabiler) oder „latest“ (neuester Build); das Feld ist eine Auswahl. Gibt es für die Minecraft-Version keinen empfohlenen Build, nimmt die Installation den neuesten. Gibt es gar keinen, bricht sie ab.
Genaue Forge-Version (FORGE_VERSION): leer lassen oder vollständig angeben, also mit Minecraft-Teil, zum Beispiel 1.20.1-47.3.0. Erlaubt sind Ziffern, Punkt und Bindestrich. Ein Wert hier überschreibt Minecraft-Version und Kanal; findet die Installation diese Forge-Version nicht, bricht sie ab. Der Dateiname ist bei Forge nur unter Minecraft 1.17 von Bedeutung, ab 1.17 startet Forge über die Datei unix_args.txt.
Eine Grenze, die wir aus dem Installationsskript kennen: Den Start über unix_args.txt richtet es nur für Minecraft 1.17 bis 1.23 ein. Für die neuen Jahresversionen (26.x) ist das nicht hinterlegt, und „latest“ zeigt inzwischen genau dorthin. Trag bei Forge deshalb eine konkrete 1.x-Version ein, solange dieser Absatz hier steht.
NeoForge
Minecraft-Version (MC_VERSION): „latest“ oder eine genaue Version wie 1.21.1, höchstens 9 Zeichen. Genaue NeoForge-Version (NEOFORGE_VERSION): leer lassen, dann nimmt die Installation die neueste NeoForge-Version zur Minecraft-Version. Sonst vollständig, zum Beispiel 20.4.194 für Minecraft 1.20.4; die Liste steht bei NeoForged. Gibt es die Version nicht, bricht die Installation ab. Einen Dateinamen gibt es bei NeoForge nicht, gestartet wird immer über unix_args.txt.
Fabric
Minecraft-Version (MC_VERSION): „latest“ für die neueste stabile Version, „snapshot“ oder eine genaue Version, 3 bis 15 Zeichen. Fabric-Loader (LOADER_VERSION): „latest“, „snapshot“ oder eine genaue Loader-Version, wenn eine Mod sie ausdrücklich verlangt. Fabric-Installer (FABRIC_VERSION): auf „latest“ lassen, das ist nur das Installationsprogramm und hat mit deinen Mods nichts zu tun.
Den Dateinamen bei Fabric auf server.jar lassen: Die Installation legt den Fabric-Starter immer unter diesem Namen ab und das eigentliche Minecraft daneben als minecraft-server.jar. Ein anderer Name im Feld zeigt auf eine Datei, die es nicht gibt.
Quilt und Sponge
Quilt bieten wir im Reiter „Software“ nicht an, weil der Installer bei unseren Tests nicht durchlief. Läuft dein Server schon damit, gilt: Minecraft-Version nur als genaue Zahl wie 1.20.2, „latest“ funktioniert bei Quilt nicht.
Sponge (SPONGE_VERSION) braucht die genaue SpongeVanilla-Version samt Minecraft-Teil, voreingestellt ist 1.12.2-7.3.0. Erlaubt sind Buchstaben, Ziffern, Punkt, Bindestrich und Unterstrich; ein „latest“ gibt es nicht. Die verfügbaren Versionen stehen im Maven-Verzeichnis von SpongePowered. Bei einer falschen Version landet statt der Server-Datei eine Fehlerseite unter server.jar, und der Start bricht mit einer Meldung über eine ungültige Jar-Datei ab.
Modpacks von Modrinth und CurseForge
Die Projekt-Kennung (PROJECT_ID) gehört zum installierten Modpack und wird vom Reiter „Software“ gesetzt. Für ein anderes Pack nimm diesen Reiter, dort stehen die Packs, die wir geprüft haben.
Modpack-Version (VERSION_ID): „latest“ oder eine bestimmte Version. Bei Modrinth ist das die Versions-ID aus 8 Zeichen, nicht die Versionsnummer: Für Version 4.7.4 von Fabulously Optimized lautet sie zum Beispiel P9wA6exe. Bei CurseForge ist es die Datei-ID, eine Zahl. Bei „latest“ nimmt CurseForge das neueste Server-Pack. Ist die angegebene Datei kein Server-Pack, versucht die Installation das dazugehörige Server-Pack und sonst die Client-Dateien. Eine unbekannte ID bricht die Installation mit „ERROR: … not found“ ab.
Name der Server-Datei (SERVER_JARFILE)
Der Startbefehl startet genau die Datei, die hier steht, voreingestellt ist server.jar. Erlaubt sind Buchstaben, Ziffern, Punkt, Unterstrich und Bindestrich, und der Name muss auf .jar enden. Ändern lohnt sich nur, wenn du unter „Dateien“ eine eigene Jar hochlädst. Heißt die Datei anders als im Feld, startet der Server nicht, in der Konsole steht dann „Unable to access jarfile“.
Die passende Java-Version
Minecraft 26.x Java 25 Minecraft 1.21.x Java 21 (Mods wie Cobblemon verlangen genau 21) Minecraft 1.20.5–1.20.6 Java 21 Minecraft 1.17–1.20.4 Java 17 Minecraft bis 1.16.5 Java 8
Der Reiter „Software“ stellt Java selbst ein. Änderst du die Version über die Einstellungen, musst du Java selbst nachziehen: Reiter „Netzwerk & Start“, Feld „Laufzeit (Docker-Image)“. Ist Java zu alt, bricht der Server sofort mit „UnsupportedClassVersionError“ ab. Ist es zu neu, stürzt vor allem ältere Mod-Software beim Start ab.
Downgrade: warum eine ältere Version die Welt kosten kann
Minecraft wandelt eine Welt beim ersten Laden in das Format der neuen Version um, und zwar nur vorwärts. Eine Welt, die einmal mit 1.21.4 lief, mit 1.20.4 zu öffnen, unterstützt Minecraft nicht: Blöcke und Gegenstände, die die alte Version nicht kennt, gehen verloren, im schlimmsten Fall lädt die Welt gar nicht. Plugins und Mods müssen außerdem zur Version passen, sonst lädt der Server sie nicht.
Deshalb vor jedem Versionswechsel eine Sicherung anlegen, auch vor einem Update. Wer danach zurück will, setzt die alte Version wieder ein und spielt die Sicherung von vor dem Update zurück, statt die Version einfach herunterzusetzen.
Was die Prüfung beim Speichern abfängt und was nicht
Beim Speichern prüft das Kontrollpult Länge, erlaubte Zeichen und bei Auswahlfeldern die zulässigen Werte. Ein unzulässiger Wert wird abgelehnt, und nichts ändert sich. Ob es eine Version oder einen Build wirklich gibt, weiß erst die Installation. Was sie daraus macht, steht oben je Software: Paper und Purpur weichen still auf die neueste Version aus, die übrigen brechen ab.
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